Ngöndro-Mala aus Buche, Lotussamen, Moosachat und Guajak

jhg

Für die 108 Perlen wählte ich 24 (3×6) Lotussamen und 84 (4×21) Perlen aus Buche aus. Dafür habe ich 24 vorgebohrte, helle Lotussamen lasiert und 84 Perlen aus Buche gedrechselt und dunkeln lassen. Als Zwischenperle entschied ich mich dazu, 3 Perlen aus Moosachat zu verwenden. Für Edelsteine benötigt man u.a. einen anderen Bohraufsatz und man sollte sie auch unter fliessendem Wasser bohren. Die Moosachat-Perlen fädelte ich zwischen den Lotussamen so auf, das sie von jeweils 3 Lotussamen links und rechts eingerahmt wurden. Damit haben wir 111 Perlen für eine Ngöndro-Mala.

Für die Guru-Perle mit Stupa hatte ich noch eine Guajak-Perle und eine Stupa aus gleichem Material hier. Guajakholz hat eine braun-grünliche Farbe und sieht grünem Sandelholz sehr ähnlich. Heute stehen die Bäume unter Naturschutz.

Aufgezogen wurde alles auf ein orangefarbenes Malaband, aus dem auch der Schützerknoten zusammen mit etwas gelbem Malaband geknotet wurde. Der Schützerknoten und die Mala sind also ein in sich geschlossenes Band, an das kein separat angefertigter Schützerknoten angebracht wurde.

Den Abschluss bildeten 6 weitere Lotussamen.

Damit es lange hält, habe ich jede Perle achtsam von Hand geknotet. Sollte das strapazierfähige Band doch mal reissen, rutschen nicht alle Perlen vom Band.

Informationen zu den einzelnen Materialien:

Buche: Die Buche steht für das Gestalterische, die Kreativität. Aber auch für klare, konkrete Vorstellungen im Leben, Zielstrebigkeit, Sachlichkeit und für die Erschaffung sicherer Fundamente in jeder Umgebung. Man scheut sich nicht vor Aufgaben und Herausforderungen. Das ist eine schöne und stabile Grundlage für eine Mala. Ich entschied mich für 84 bzw. 4×21 Perlen, um das von den 21 Zeichen des Wortes Diamantweg-Buddhismus abzuleiten.

Lotussamen: Die Lotusblume ist eine der ältesten und tiefsinnigsten Symbole unseres Planeten und im tibetischen Buddhismus wird ihr eine sehr große Bedeutung zugesprochen. Lotussamen sind die Frucht der Lotusblüte und stehen für die Klarheit, Reinheit der Lehre. Sie symbolisieren ausserdem sprituelles Wissen und Kraft. Dadurch, das man mit der Natur verbunden und geerdet wird, wird eine Balance zwischen dem spirituellen Wissen und der Kraft geschaffen. Sie haben ein sehr hohes Speicherpotenzial für die Energie von Mantras. Lotus-Samen bitte vor Feuchtigkeit schützen, damit sie nicht bröckeln. Im Laufe der Zeit dunkeln sie nach und werden einmal den Farbton der Holzperlen erreichen.

Moosachat: Der Moosachat ist ein guter Stein, um die Gedanken zu sammeln. Man verliert sich nicht ihnen, sondern durchdringt und versteht sie. Er steht für die Achtung vor dem Leben, sei es unsere Gesundheit oder die Natur. Mit ihm wissen wir wieder, wer wir sind, da er unsere Augen u.a. für unsere Lebensweise öffnet. Dadurch fungiert er auch als Heiler, da er uns auf den Weg der Gesundung bringt. Man fühlt sich mit ihm geborgen. Er bringt ausserdem Zuverlässigkeit und Glück.

Guajak: „Guajakholz stammt vom Guajakbaum, dem Lebensholzbaum (guajacum officinale, guajacum sanctum), der vor allem in den Tropen Südamerikas (Bahamas, Haiti, Jamaika, Kuba, kleine Antillen sowie an den Küsten Floridas, Kolumbiens, Venezuelas) gedeiht. Das Guajakholz, welches seit einigen Jahren unter Artenschutz steht, hat eine dunkelgrün-braune Farbe und ist im Kern mit einem wohlriechenden Harz durchtränkt. Geerntet wird das Guajak-Harz durch Einschnitte in die Rinde des Baumes oder aber mittels Erwärmens des gefällten und angebohrten Holzes. Die Indios gebrauchen die vier Arten von Guajak schon seit uralter Zeit für ihre Rituale und als Werkstoff. Dabei zählt es zu jenen Hölzern, die als „Palo santo“ (Heiliges Holz) bezeichnet werden.

Der Rauch von Guajak übt eine euphorisierende Wirkung auf den menschlichen Geist aus. Zudem hilft es als Ruhespender in Stress-Situationen sowie beim Vertreiben von Ängsten und schlechten Gedanken.

Beim Verbrennen von Holz und Harz wird ein warm-würziger und süßer Duft freigesetzt. Die Indios räucherten Guajak in ihren Ritualen zur Vertreibung von bösen Geistern sowie in ihren Heilungszeremonien. Das Holz sollte vor dem Verräuchern zerkleinert werden, um eine volle Duftentfaltung zu garantieren.“ (Quelle: http://www.raeucherguru.de/raeucherstoffe/raeucherharze/guajak-holz-harz/)

Als heiliges Holz, wie oben beschrieben, mit einer sanften Duftnote passte es auch farblich einfach wunderbar. Daher zog ich die Guajak-Perle einer grösseren Moosachat-Perle vor.

Orange: Im Buddhismus ist Orange die Farbe der höchsten Stufe der menschlichen Erleuchtung.  Ausserdem steht es für schöpferische Fortpflanzung des Seins, Selbstachtung und Freude.

Gelb: Gelb steht für die Gestaltung des Seins und dem Selbstwertgefühl, steht aber neben dem Aspekt der Sonne auch für Manjushri (Jampalyang; tib. ‚jam dpal dbyangs), der auf Gemälden immer gelb dargestellt wird.
Manjushri (Sanskrit: मञ्जुश्री mañjuśrī m.) Name eines Bodhisattvas. Manjushri ist einer jener Bodhisattvas, die das Konzept der Leere predigten. „Manjushri“ heißt wörtlich „sehr verheißungsvoll“. Als einer der Boddhisattvas des Mitgefühls ist Manjushri populärer im Tibetischen Buddhismus. Er wird als der „Leuchtende Buddha“ gesehen, der einer glorreichen Sonne ähnelt. Auf Tibetisch bedeutet Manjushri ein gütiger Freund. Er repräsentiert auch die Kadambasekte, die für ihre Gelehrten berühmt ist.

Manjushri wird auch als eine Erweiterung Vairochanas gesehen. Er ist der alte weiße Buddha, der gleich der Sonne alles durchdringt. Als Bodhisattva dient er dazu, die Vorstellungen von Leere (Sunyata), der wahren Natur des Selbst und wie man seinen Geist befreien kann zu lehren. Legenden gemäß war Manjushri tatsächlich dabei, Fragen von Laien über die wahre Natur des Selbst entgegenzunehmen als er beschloss, die zeitliche Welt in jugendlichem Zustand zu verlassen.

Da er mit diesen beiden Attributen versehen ist, repräsentiert ihn die religiöse Ikonographie mit einem zweischneidigen Schwert in seiner linken Hand. Das Schwert steht für Logik und rechtes Denken. In seiner rechten Hand hält er die Prajnaparamita Sutra, einen die Doktrin von der Leere enthaltenden buddhistischen Text.

Der Bodhisattva sitzt entweder auf einem Löwen oder einem Elefanten. Diese beiden Geschöpfe werden mit einem voll erleuchteten Buddha assoziiert. Obgleich nur 16 Jahre alt, ist seine Weisheit überwältigend. In Manjushris Bild repräsentiert der Buddhismus das Konzept, dass Alter und Reife nichts mit Weisheit zu tun haben.

Die Sutras sagen, dass Manjushri im Reinen Lande haust. Seine Natur voller Mitgefühl besteht darin, dass er Anhänger zum Erleuchtungsweg führen wird. Manjushri kümmert sich nicht allein um seine eigene Erhöhung.“ (Quelle: http://wiki.yoga-vidya.de/Manjushri)

Auch wenn das Band nicht grundsätzlich dafür gedacht ist, die  Mala (wie auf den Fotos dargestellt) um das Handgelenk gewickelt zu tragen, ist es dennoch machbar, da es sehr reissfest ist.

xy

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